15.07.2020

Nun sind es schon 20 Jahre, die ich die domain habe. Die waybackmachine findet zwar nur die Inhalte von vor 19 Jahren, aber das macht nix:

Die Zeit war aufregend: Internet war der neue Hype. Ich war in einer Werbeagentur beschäftigt und voller Tatendrang, der Welt mein frisch erworbenes Wissen mitzuteilen. Und so sah die Webseite dann auch aus. Es war “in”, Schlagworte mit Hilfe von eckigen Klammern hervorzuheben. Schon damals entschied ich mich für mein blau gemischt mit der Komplementärfarbe orange.

Die Inhalte befassten sich mit dem, wovon meine Eltern und viele Freunde noch gar keine Ahnung hatten. Nicht nur die Infoseiten/domains waren neu, sondern plötzlich gab es zum Telefon noch was anderes: Internet. Mit Hilfe von Modems, die das Telefon zum piepen brachten. Gefährlich war es schon damals, denn man konnte sich am Anfang nur an einigen Orten einwählen: Frankfurt/Main, Hamburg, Berlin. Für die meisten Benutzer war das endlos teuer und meist eine Kostenfalle.

Aber nicht nur das Drumherum war wichtig, sondern auch Programme. Längst vergessene wie leechFTP und aleVT bis zu Programmen, die ich bis heute nutze: Netscape (nun mozilla firefox) und vor allem gimp (inzwischen in der Version 2.8).

Und immer wieder er Versuch, den Bekannten, Freunden und Verwandten etwas anderes als Windoof nahezubringen: Linux. Bis heute übrigens erfolglos…

Natürlich ist die Zeit bei mir privat auch weitergegangen: damals war ich 38, heute bin ich 58 Jahre. Ich arbeite nun tatsächlich in einem Bereich, der es mir erlaubt, anderen Menschen Dinge mit und um das Internet verständlicher zu machen.

So feiert denn mit mir ganz virtuell “das Internet” 😉

Veröffentlicht unter Meins

Sommer 2018

Es ist der Dürre-Sommer. In Schweden in der Region Växjö hat es seit Anfang Mai nicht mehr geregnet; dazu kommt ein ständiger Wind, der den Boden weiter austrocknet und extreme Hitze von 25-30 Grad. Die Region heißt zwar Värmland (Warmland), aber so dolle muss es nun auch nicht sein. Hier in Ostbrandenburg haben wir seit 10.7.2018 fast jeden Tag Regen. Trotzdem sind die Felder in der Umgebung verdorrt, haben dunkle Flecken (Schimmel? Trockenheit?). Die Bauern haben die Felder gänzlich aufgegeben: Ernten und eventuell Funkenflug verursachen ist keine gute Kombination. Der Trinkwasserspiegel in unserer Stadt ist wohl noch ausreichend. Trotzdem ist die Vorstellung, dass die Umgebung großflächig brennen könnten, grausam. Erinnerungen an die Torfmoor-Brände vor Moskau im Jahr 2010 werden wach [1].

Naheliegend ist die Vorstellung: keine Ernte, kein Essen. Was kann man kaufen, wenn es kein Brot, kein Mehl mehr gibt? Auch die Früchte und Gemüse werden teurer werden. Lösung: Nudeln. Morgens, mittags, abends Nudeln. Süß und Salzig. Jetzt schon Pastas herstellen. Man braucht für 2 Personen ca 90 kg irgendwas (Nudeln, Pastas, sonstiges haltbare Zeugs). Mein Schatz meint, dass es keine Notlage geben wird…

Und wie sieht es bei uns im Garten aus? Auch hier waren viele Pflanzen dem Ende nahe; einige sind auch hin. Rhododendren werde ich aus dem Garten verbannen müssen: hier gibt es niemals genug Feuchtigkeit, als dass sie hier eine Chance hätten.
Am Tag vor dem großen Regen (es war vollkommen unklar, ob wir überhaupt Regen bekommen!) hatte ich frei und bin gleich früh raus. Mein Smartphone habe ich alle 15 Minuten klingeln lassen und bin dann immer los und habe den Wasserschlauch weitergezogen. Einen Tag lang um die 3000 Quadratmeter einigermaßen intensiv an den wichtigsten Stellen zu bewässern.
Verluste: Rhododendren, ein Blasenstrauch, etliche Topinambur und andere “Un-Kräuter”, ein Johannesbeerbusch, der Rasen.
Am Rasen haben wir als erstes gesehen, dass er sich wieder erholt hat. Eine weitere Lehre: dort wo Bäume sind, verbrennt die Erde nicht so stark. Windbrecher sind auch hilfreich.

[1] https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-07/waldbraende-russland

Veröffentlicht unter Meins

23.11.2017

Der Vorgarten soll mal Blumen bekommen. Narzissen. Es gab mal ein Foto von einem Garten voll mit Narzissen, Tulpen und Krokussen. Wir machen uns auf und bestellen für 100 Euro Zwiebeln. Den ganzen Herbst verbringe ich mit dem Einsetzen der Zwiebeln.

Das Ergebnis im darauffolgenden Jahr ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und da wir nun doch ein Haus bauen wollen, wird die ganze Arbeit vermutlich dem Bau zum Opfer fallen.

Veröffentlicht unter Meins

28.10.2017

Aufbau Doderic: 2 Monate Bauzeit

Veröffentlicht unter Meins

22.07.2017

Dieses Jahr habe ich das erste Mal Kartoffeln angebaut. Drei Sorten: Adretta, Gunda und Valery. Valery ist außen rot und schmeckt nussig – einfach fantastisch!

Drei Beutel hatte ich erarbeitet, 26 kilogram haben wir geerntet.

Veröffentlicht unter Meins