Baublog

Wir bauen ein Haus. Schon 2008 haben wir uns überlegt, ein Haus zu bauen – damals zwar schon mit Aussicht auf ein Grundstück in der Strasse, aber noch nicht gekauft.


Wir liessen uns von einem Holzhaus-Bauer ein Angebot machen: 8×8 Meter für 140.000 Euro; inklusive Elektro, Sanitär und Heizung.

Dann folgte 2011 der Grundstückskauf. Kurz nach dem Kauf musste unser Nachbar eine Stützwand bauen – bis in unser Grundstück hinein wurde die Erde abgetragen.

Wir beschlossen, noch mehr Land dazuzukaufen, damit wir nicht in den instabilen Hang sonden an der Seite bauen konnten. Wir kauften nach zwei Monaten das zweite Grundstück und sicherten damit gleichzeitig das Überleben der drei Spitzahorne. Sie sind bis heute das Zentrum unseres Garten.

Nochmal zwei Jahre später kauften wir das dritte Grundstück dazu – wir hatten nun die eigentlich teuersten Grundstücke für ein Schnäppchen erhalten. Warum haben wir das überhaupt gekauft? Es bestand die “Gefahr”, dass dort eine Tischlerei bauen könnte – keine besonders lustige Idee.

Die letzten Jahre haben wir und auch der Holzhaus-Bauer “anderweitig” verbracht, weshalb wir nicht mehr über Hausbau sprachen. Wir richteten uns darauf ein, in der Mietwohnung gegenüber zu wohnen und den Garten als Garten zu haben. Es sind 3000 Quadratmeter und sie sind kaum unter Kontrolle zu bekommen.

Plötzlich im Herbst 2017, als ich gerade mal wieder einige Pflanzen gesetzt hatte, kam mein Schatz und meinte: “Wir bauen!”. In der Straße herrschte Nachbarschaftsstreit und war gerade auf dem Höhepunkt angelangt, wir waren von allen genervt und natürlich auch vom Rauch unserer Untermieter.

Wir meldeten uns wieder beim Holzhaus-Bauer; fast genau 10 Jahre später. Das Ergebnis dieses Mal: 300.000 Euro. OK, das war nun auch wirklich eine Luxusvariante.

Wir machten erstmal nichts weiter. Finanzierer fragen: wird knirsch. Also: neu suchen, da es nicht noch kleiner geht. Kein Holzhaus….

Ein Freund empfahl uns seinen Haus-Bauer. Und wir hatten noch den Hausbauer in Verhandlung, mit dem unser Nachbar damals auch gebaut hatte. Ich tendiete klar zu letzterem, mein Schatz zum ersten. Am Ende wurde es auch der Ytong-Hausbauer, weil er die Kontakte zu lokalen Firmen hat.

2018

Nun ging es los. Im Sommer 2018 war der erste Termin, etliche weitere für die Hausplanung folgten. Ich nannte es “das Schrumpfhaus”. Es wurde immer kleiner und am Ende bauen wir es auch nicht in den Hang sondern so weit wie möglich an die Strasse. So gewinnen wir Platz für die Terrasse und brauchen nicht ein super stabiles Erdgeschoss mit Wasserschutz herstellen. Das spart Geld.

2019

Das Jahr begann, wir näherten uns dem Ende der Grundrissplanung. Wir machten Termine mit verschiedenen Banken und entschieden uns für die, mit der wir auch schon die Grundstück finanziert hatten. Wir wurden als “alte Hasen” behandelt, “die das alles ja schon kennen”. Jaaaa, so läuft das…

Plötzlich hatten wir den Hausvertrag unterschrieben, aber noch keine Finanzierung dazu. Und plötzlich war auch die Finanzierung gerettet. Unser Bank-Mann hat sich aber für uns eingesetzt und 1000 Argumente aus dem Hut gezaubert, warum wir auf jeden Fall Kreditwürdig sind. Und seit Juni steht nun auch endlich die Finanzierung.